Aktuelle Themen

Bergische Gartenarche - Pflanze des Jahres 2019

 

 Die Etagenzwiebel

 

Als „Ewige Zwiebel“ sehr begehrt - viele Menschen möchten sie gerne in ihren Garten holen.

 

Die meisten Zwiebeln werden in unseren Breiten einjährig kultiviert. Doch die Etagenzwiebel ist eine Staude und kommt jedes Jahr wieder, genau wie die Winterheckezwiebel.

 

Diese beiden, oft in kleinen Blattröhren wintergrüne Pflanzen, sind ausdauernd und unterscheiden sich durch den Frucht- oder Blütenstand.

 

Die Winterheckzwiebel (Allium fistulosum) schiebt im Sommer einen Blütenstand hervor, in dem sich schnell kleine schwarze Samen bilden, die sich gerne aussäen.

 

Anders die Etagenzwiebel (Allium x proliferum); Sie bildet Brutzwiebeln auf der ‚Etage‘, also etwa 40 bis 50 cm über dem Boden aus. Diese Brutzwiebelchen reifen im Sommer und bilden meist zu dritt oder viert ein kleines Nest.

 

Schließlich neigen sich die Stängel zur Erde und die „Tochterzwiebeln“ bewurzeln sich und bilden dann schnell einen neuen Horst.

 Die Etagenzwiebel ist sehr robust, stammt aus Sibirien und kommt fast mit jedem Klima zurecht, Trockenheit behagt ihr nicht so ganz. In milden Regionen überwintert sie mit grünen Spitzen, die dann gerne in der Küche Verwendung finden.

 

Als Kuriosität wächst sie nicht nur einzeln auf dem Beet, sondern lässt sich auch gut mit Stauden und Sommerblumen kombinieren und macht dabei einen sehr guten Eindruck. Auf gutem Boden wird sie so ca. 70 cm hoch und ist durch ihren außergewöhnlichen Wuchs sehr imposant.

Um die Etagenzwiebel selbst zu vermehren, knickt man den Stängel mit den ‚Zwiebel-Nestchen‘ herunter, bis diese die Erde berühren und sich bewurzeln können. Niemals die unreifen Zwiebelchen auseinander brechen, da sie dann schnell faulen!

 

Gut schmecken die kleinen Zwiebeln, geschält und in Butter gedünstet, zu Fleisch oder zum Gemüseschnitzel; man kann sie auch süßsauer einlegen. Die bauchigen dicken Röhrenblätter werden in den Salat geschnitten oder aufs Brot gegessen. Sie passen zu Quark, Frischkäse oder Joghurt und bereichern viele Gerichte.

 

´Die Etagenzwiebel ist zurzeit ziemlich begehrt, aber schwierig zu bekommen. Die Bergische Gartenarche gibt ihr Bestes um diese leckere Zwiebel zu vermehren und weiterzugeben.

 

Denn: Wo viel Knoblauch und Zwiebeln gegessen werden, gibt es viele Hundertjährige!

 

 Marianne Frielingsdorf

Preisverleihung Biologische Vielfalt

Am Sonntag, den 15. April 2018 erhielt die Bergische Gartenarche eine Auszeichnung für Ihre Verdienste um den Erhalt der Biologischen Vielfalt.

 

Die Bergische Gartenarche im Wupperviereck hatte die Verleihung der Urkunde mit der Auftaktveranstaltung zu "Wuppertals Urbane Gärten" verknüpft und auf dem Permakulturhof Vorm Eichholz, gemeinsam mit vielen Kooperationspartnern, ein buntes Fest für Natur- und Gartenfreunde ausgerichtet.

Weitere Infos:

http://www.wz.de/lokales/wuppertal/urbane-gaerten-sorgen-fuer-pflanzenvielfalt-1.2661997

https://bergische-gartenarche.org/category/blog/

http://www.wuppertals-urbane-gaerten.de/


Patenschaften - Sortenliste 2019

 Die Sortenliste zur Auswahl der diesjährigen Gemüsesorten erscheint Ende März.

Wenn Sie Ihren Garten im Bergischen Land haben, können Sie Pate über verschiedene alte Gemüsesorten werden.

 

Die volle Auswahl können wir Ihnen nur bei der Tauschbörse in Nümbrecht anbieten (27.4.2019)

Es wird kein Saatgut per Post versandt.

 

Hier erhalten Sie auch Ableger unserer Pflanzen des Jahres (s.u.). Diese allerdings in begrenzter Anzahl und abhängig davon, wie weit die Vegetation ist.


Arche-Pflanzen 2018

Arche-Pflanzen des Jahre 2018: Die Duftpflanzen

 

Viele Düfte sind an Erinnerungen gekoppelt, die uns blitzartig überfallen, sobald uns der Geruch wieder begegnet. Daher versetzen uns Blumendüfte aus Großmutters Garten häufig in unsere Kindheit  zurück.

 

Auch unsere Vorfahren erfreuten sich gerne an duftenden Gartenschätzen. Parfüm war schließlich ein uner-schwinglicher Luxus. Im Frühling berauschte man sich an Duftveilchen und Narzissen. Diese wurden gehegt und gepflegt damit sie um Ostern herum viele duftende Blüten hervorbrachten, besonders die Dichternarzisse. Maiglöckchen, Waldmeister und der Fliederbusch, der gerne in Hausnähe blühte, parfümierten den Mai. Im Frühsommer verströmte der Bauernjasmin seinen lockenden Duft (manche nennen es Gestank). Sein Duft ist so extrem, dass empfindliche Menschen Kopfschmerzen davon bekommen.

 

Pfingstrosen, Phlox und Nelken betörten die Sinne. Im Juni genoss man unter dem von alten historischen Rosen umrankten Rosenbogen, deren unvergleichlichen Duft. Leider blühen sie nur kurze Zeit, dann aber üppig!

 

Die Reseda, mit ihren unspektakulären Blüten, durfte früher in keinem Sommergarten fehlen. Ihr Duft ist einfach wunderbar. Großmutter liebte auch die (fledermausfreundliche) Nachtviole, die erst am Abend ihren Duft verströmt und damit Nachtfalter anlockt, die auf der Speisekarte der Fledermäuse stehen. Levkojen und Wicken gehören seit jeher zum Duft-Potpourri jedes Bauerngartens. Und einige Kräuter, wie Pfefferminze, Zitronenmelisse oder Bohnenkraut erfreuten auch getrocknet noch mit ihrem Aroma, im Tee oder als Würze.

 

Damals wie heute begleiten uns die Duftpflanzen durch das Gartenjahr. Viele der alten wohlriechenden Gartenschätze hat die Bergische Gartenarche aufgespürt und gerettet.

Aktion für Sommerblüher

Einjährige Sommerblüher gehen stark zurück

 

Seit einigen Jahren beobachten wir, dass es immer weniger ein- und zweijährige Sommerblumen in den Gärten gibt. Auch im Handel sucht man nach vielen Sorten, die bei unseren Großeltern noch die Gärten schmückten, wie z.B. Levkoje, Balsamine und Lupine und vielen anderen oft vergebens.

 

Wir vermuten verschiedene Gründe dahinter. Zum einen gibt es immer weniger Ziergärten und Blumenrabatten. Die übrigen Gärten sind oft pflegeleicht gestaltet, z.B. mit Stauden, Bodendeckern oder Rasen. Viele Menschen kaufen lieber mehrmals jährlich frische Topfpflanzen, mit denen sie Kübel und Kästen saisonal bepflanzen und die anschließend entsorgt werden. Sorten, die nicht bereits blühend im Topf angeboten werden, fallen aus dem Raster; sie werden vergessen. Aus den Augen – aus dem Sinn!

 

Ebenfalls fällt auf, dass einige Sommerblüher, die von Schnecken verschmäht werden, noch häufiger vorkommen.

Die anderen dagegen fallen häufig gleich nach dem Keimen den hungrigen Weichtieren zum Opfer.

 

Es ist daher etwas aufwändiger, die althergebrachten Gartenschätze im Garten zu kultivieren. Um die Schnecken zu überlisten, werden von bestimmten Sorten Jungpflanzen gezogen, die erst ab einer gewissen Größe ausgepflanzt werden. Auch danach muss man noch ein wachsames Auge darauf haben.

 

Doch dann wird man mit sommerlicher Blütenpracht, tollen Dufterlebnissen, üppigen Blumensträußen und wunderbaren Kindheitserinnerungen belohnt. Auch die Insekten haben ein Fest!

 

Damit es wieder summt

Auch unsere Insekten schwinden. Sie verlieren ihren Lebensraum, ihre Futterpflanzen und Nistplätze. Erschreckende 80% Rückgang wurden festgestellt. Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge sind aber im Naturkreislauf unersetzlich; sie bestäuben unser Obst und auch viele andere Nahrungspflanzen.

 

Schaffen Sie in Ihrem Dorf wieder Lebensraum für Insekten. Lassen Sie Wild- und Wiesenblumen blühen. Am Rand des Gartens, wo nicht so oft gemäht werden muss, kann ein blühender Saum entstehen. Eine Ecke mit ein paar Brennnesseln gibt dem Schmetterlingsnachwuchs eine Chance. Ein Wildbienenhotel nimmt nicht viel Platz weg. Es gibt viele kleine Dinge, die jeder tun kann.

Ihr Garten muss nicht zum wilden Dschungel werden!

 

Sie haben auch etwas davon. Ihr Dorf blüht auf und im Obstgarten ernten Sie leckere Beeren, Birnen und Äpfel.

 

 

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Tipps für einen vielfältigen Garten
Unsere Gärten können Lebensraum für viele Wildbienenarten, Schmetterlinge und Vögel sein.
Damit es wieder summt und zwitschert.pdf
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Besondere Termine

 Im April und Mai finden verschiedene Pflanzentauschbörsen statt.

 

Ende Mai ist die Bergische Gartenarche Mitveranstalter des Besonderen Gartenmarktes "Jrön un Jedön" im LVR-Freilichtmuseum Lindlar.

 

Im Herbst veranstalten wir unseren traditionellen Gärtnerkaffeeklatsch in der Museumsherberge Haus Dahl in Lindlar.

Darüber hinaus weisen wir gerne auf weitere interessante Termine im Umland hin.

Die aktuellen Termine finden Sie unter dem Punkt Termine.

Der Gartenmarkt Jrön un Jedön gilt als Hotspot für Pflanzenvielfalt und alte Sorten. Er wird seit 2006 gemeinsam vom LVR-Freilichtmuseum Lindlar und der Bergischen Gartenarche veranstaltet.