Herzlich Willkommen bei der Bergischen Gartenarche!

Unser Tipp für den Dezember:

Im Dezember gibt es schöne Gründe, das Freilichtmuseum zu besuchen. Beim stimmungsvollen Adventsmarkt am 3. Advent findet man viele handgefertigte Geschenke und kann zahlreiche Handwerke sowie weihnachtlich geschmückte Stuben in den historischen Gebäuden bestaunen. Bei der Gelegenheit natürlich auch unbedingt die liebevoll gestaltete Naturkrippe anschauen!

Dreister Diebstahl im Archegarten

Wer klaut Raritäten aus dem alten Archegarten?

 

Als friedfertiger Mensch kann ich es kaum glauben, dass ich so wütend bin. Wer mich kennt, der weiß, dass ich fast alles verschenke, von der kleinsten Samentüte angefangen bis hin zu Stecklingen und Ausläufern. Alle, die meine Gartenseminare besuchen, gehen meist reicht beschenkt nach Hause.

 

Doch, dass mir jetzt alle Pfingstrosen aus dem alten Archegarten gestohlen worden sind, ist mir unbegreiflich. Sechs verschiedene Pfingstrosen wurden mutwillig aus dem Boden gerissen und stümperhaft ausgegraben. Das Herzstück der Pflanzen mitgenommen, so dass nur ein paar kleinere Wurzeln im Boden blieben. Bei zwei Pflanzen wurde großzügiger Weise nur ein großes Stück abgestochen, so das uns ein Rest blieb. Ansonsten blieben uns nur kleine Wurzeln womit wir wieder von vorne anfangen müssen.

Von vorne anfangen: vor 15 Jahren als wir den Archegarten übernahmen, hatten wir mehr als nur ein paar Wurzelstücke bekommen. Pfingstrosen wachsen langsam und entfalten erst mit dem Alter ihre Schönheit. Leider hätten wir sie jetzt für den Umzug in den neuen Garten auch aus der Erde nehmen müssen, aber mit bedacht und ganz viel Erde drum herum. Dann wären sie schnell wieder angewachsen und hätten in ein paar Jahren schon wieder geblüht.

Genauso fehlt auch eine Kletterrose, die ich eigens für den neuen Rosenbogen vorgezogen habe. Schon im letzten Jahr hatte ich angefangen aus Stecklingen neue Pflanzen zu ziehen, damit der neue Garten schnell wieder ein schönes Gesamtbild hat. Andere Pflanzen die verschwunden sind, waren nicht ganz so wertvoll. Trotzdem ist es ärgerlich, dass man sich in einem Garten einfach bedient, der sich in der Auflösung befindet. Zu einem späteren Zeitpunkt hätte ich den Garten zum ‚Plündern‘ frei gegeben.

Jetzt dauert es lange bis wir die Blütenpracht aus Omas Garten im neuen Archegarten haben. Einfach nur traurig und mir fehlen die Worte.

 

Ob es ein Fehler war, dass ich die Pflanzen nicht in dem super trockenen Sommer verpflanzt habe und sie so mit und mit, der Jahreszeit entsprechend in den neuen Garten holen wollte? (NEIN! Anmerkung der Redaktion)

Um immer Werkzeug vor Ort zu haben, habe ich meine Grabegabel zwischen den alten Stauden versteckt und dies hat der Dieb voll ausgenutzt. Er konnte sich ohne großen Aufwand bedienen, musste aber zum Abtransport ein Auto oder mehrere Schubkarren benutzen. Als ich jetzt nach 2 wöchigem Urlaub in den alten Archegarten kam stand die Grabegabel mitten in den Beeten, so als ob sich jeder bedienen könnte.

 

Dadurch, dass sich der alte Garten in der Auflösung befindet, sieht er sehr verwildert aus, da ich alle meine Energie in den neuen Garten gesteckt habe. Das gibt aber niemandem das Recht sich die unfassbaren Schätze aus der Erde zu holen. Zumal der Dieb ganz gezielt vorgegangen ist. Er muss sich schon bei der Blüte der Pflanzen genau informiert haben, wo was steht. Denn nur bei guter Ortskenntnis konnte man zwei versteckt wachsenden Pfingstrosen finden.

Mir bleibt nur zu hoffen, dass das Diebesgut in neuen Gärten eine gute Chance hat, sich vermehrt und vielen Betrachtern Freude schenkt. Dem Dieb wünsche ich aber so ein schlechtes Gewissen bei jedem Anblick einer Blüte, das er sein Tun sein Lebtag nie vergisst.

 Marianne Frielingsdorf

 

Besuch vom WDR-Fernsehgärtner im Gemüsebeet der Johanniter-Museums-Kita Lindlar

Mitte August sind die Museumskühe, auf der Suche nach saftigem Grünzeug, einmal quer durch den Arche-Garten und den benachbarten Gemüsegarten der Johanniter-Museums-Kita getrampelt. Wie im Kinderbuch beim schwedischen Petterson gab es dabei einigen Flurschaden.

 

Dies nahm der WDR zum Anlass, seinen Museumsgärtner, Rüdiger Ramme, mit neuen Pflanzen nach Lindlar zu schicken, um die geplünderten Kinderbeete, gemeinsam mit einigen Kita-Kindern, neu zu bepflanzen. Die Bergische Gartenarche, vertreten durch Marianne Frielingsdorf, unterstützte das Vorhaben kräftig mit Rat und Tat.

Der Beitrag wird am 13. September in der Lokalzeit gesendet.

 

Weitere schöne Gartentermine: siehe Termine!

 

Wenn Sie weitere Termine kennen, schicken Sie uns eine Email mit den entsprechenden Infos an bergische-gartenarche@web.de.

Vielen Dank!